Westweg Schwarzwald: Etappen, Unterkünfte, Karte und GPX

Recherche · Stand: September 2026

Diesen Weg bin ich noch nicht selbst gegangen. Die Angaben stammen aus den Quellen am Ende dieses Artikels, vor allem vom Wegträger.

Der Westweg ist der Klassiker unter den Fernwanderwegen im Schwarzwald: Der Schwarzwaldverein hat ihn im Jahr 1900 markiert, heute führt er auf rund 285 Kilometern von Pforzheim über die Höhen des Schwarzwalds bis nach Basel. Am Titisee teilt er sich in eine West- und eine Ostvariante, die beide am Badischen Bahnhof in Basel enden. Schwarzwald Tourismus gliedert die Westvariante in 12 und die Ostvariante in 13 Tagesetappen.

Steckbrief

MerkmalAngabe
Längerund 285 km (Schwarzwaldverein); Westvariante 291 km, Ostvariante 288 km (Schwarzwald Tourismus)
Etappen12 auf der Westvariante, 13 auf der Ostvariante (Schwarzwald Tourismus); der Schwarzwaldverein nennt 11 bis 14 Tagesetappen
StartPforzheim, Kupferhammer mit dem Portal „Goldene Pforte“
ZielBasel, Badischer Bahnhof (beide Varianten)
Gabelungam Kurhaus Titisee
HöhenmeterWestvariante 7.889 m im Aufstieg und 7.854 m im Abstieg (Schwarzwaldverein)
Höchster und tiefster Punkt1.487 m am Feldberg, 234 m in Hausach
Markierungrote Raute auf weißem Grund, in beiden Richtungen; in der Schweiz gilt die Schweizer Wanderwegmarkierung
AuszeichnungQualitätsweg Wanderbares Deutschland seit 2006, alle drei Jahre rezertifiziert; Top Trail of Germany
WegträgerSchwarzwaldverein e.V.
Offizielle Infoseitenwestweg.de (Schwarzwaldverein) und Westweg bei Schwarzwald Tourismus

Bei den Höhenmetern gehen die offiziellen Angaben auseinander: Auf westweg.de und bei Schwarzwald Tourismus ist für den ganzen Weg von knapp 9.000 Höhenmetern die Rede.

Etappen im Überblick

Die Zahlen in den Tabellen stammen aus dem Etappenplaner „Westweg Etappen & Unterkünfte“ (Schwarzwald Tourismus, Ausgabe 2022), den der Schwarzwaldverein auf westweg.de als Planungshilfe anbietet. Die digitalen Etappenseiten von Schwarzwald Tourismus und das Tourenportal des Schwarzwaldvereins weichen bei Länge und Höhenmetern teils davon ab.

Etappen 1 bis 8: von Pforzheim zur Kalten Herberge

EtappeStartZielkmAuf- und Abstieg (m)Gehzeit
1PforzheimDobel25692 / 2497 h
2DobelForbach26,3547 / 9717,5 h
3ForbachUnterstmatt19,41.079 / 4596 h
4UnterstmattAlexanderschanze28,3761 / 6908,5 h
5AlexanderschanzeHark17,1252 / 5225 h
6HarkHausach15,5358 / 8266,5 h
7HausachWilhelmshöhe (Schonach)21,31.214 / 4687,5 h
8Wilhelmshöhe (Schonach)Kalte Herberge22,4479 / 4266,5 h

Etappe 1 beginnt am Kupferhammer in Pforzheim und führt über Dillweißenstein, Neuenbürg und die Schwanner Warte nach Dobel. Danach geht es über den Kaltenbronn ins Murgtal, über Hornisgrinde und Schliffkopf hinab ins Kinzigtal nach Hausach und über den Brend zur Kalten Herberge.

Die zwei Varianten ab Titisee

Etappe 9 führt beide Varianten von der Kalten Herberge zum Titisee, am Kurhaus trennen sie sich. Die Westvariante steigt über Hinterzarten auf den Feldberg und läuft weiter über Belchen und Blauen durchs Markgräflerland nach Basel. Die Ostvariante zieht nach Feldberg-Bärental und dann über Herzogenhorn, Blößling und Hohe Möhr zum Dinkelberg, bevor auch sie Basel erreicht.

Westvariante: über Feldberg, Belchen und Blauen

EtappeStartZielkmAuf- und Abstieg (m)Gehzeit
9 WestKalte HerbergeHinterzarten (über Titisee)26,1525 / 6147,5 h
10 WestHinterzartenWiedener Eck (über Feldberg)26,6765 / 6288,5 h
11 WestWiedener EckKandern (über Belchen)32,2872 / 1.5638 h
12 WestKandernBasel26,2459 / 5527,5 h

Ostvariante: über Herzogenhorn und Dinkelberg

EtappeStartZielkmAuf- und Abstieg (m)Gehzeit
9 OstKalte HerbergeFeldberg-Bärental (über Titisee)26,7489 / 5327,5 h
10 OstFeldberg-BärentalWeißenbachsattel (Todtmoos)24,81.029 / 9157,5 h
11 OstWeißenbachsattelSchweigmatt18,2393 / 7515 h
12 OstSchweigmattOberminseln19,9189 / 5425,5 h
13 OstOberminselnBasel24,2466 / 5867,5 h

Auf seiner Vereinsseite führt der Schwarzwaldverein zusätzlich eine klassische Einteilung in 11 Etappen je Variante. Dort wird zum Beispiel die Strecke von der Alexanderschanze bis Hausach mit 34,5 km an einem Tag gegangen.

Für wen eignet sich der Westweg?

Der Westweg richtet sich an Wanderer mit guter Kondition, die mehrere lange Tage am Stück gehen wollen. Schwarzwald Tourismus stuft die Gesamtstrecke beider Varianten als schwer ein und setzt eine gute körperliche Verfassung voraus, die Etappen im Etappenplaner sind zwischen 15,5 und 32,2 km lang. Der Schwarzwaldverein weist darauf hin, dass die Anstiege auf den meisten Etappen beachtlich sind, und rät, die Tagesabschnitte nicht nur nach Distanz, sondern auch nach Steigung zu planen.

Einige Abschnitte sind ruppig: Den langen, steilen Abstieg über den Latschigfelsen ins Murgtal auf Etappe 2 beschreibt der Etappenplaner als fast alpin, auf Etappe 3 sind die Steige teils knorrig und steil. Laut Schwarzwald Tourismus ist der Weg stellenweise nur ein schmaler Pfad; nimm Verpflegung für jeweils eine ganze Tagesetappe mit, rät der Tourismusverband.

  • Kürzere Tage: Die lange Etappe 4 und die längste Etappe 11 der Westvariante lassen sich nach den Tourenbeschreibungen von Schwarzwald Tourismus auf zwei Tage aufteilen, Etappe 11 zum Beispiel über Neuenweg.
  • Familien: Für Familien mit kleineren Kindern rät Schwarzwald Tourismus zu kurzen Tagesetappen statt der ganzen Strecke.
  • Mit Hund: Die Etappen 3 und 4 führen durch den Nationalpark Schwarzwald. Dort gilt laut Etappenplaner: auf den Wegen bleiben und Hunde anleinen.

Beste Reisezeit

Schwarzwald Tourismus nennt Frühsommer, Sommer und Herbst als beste Reisezeit. Im Winter musst du in den Höhenlagen mit Schnee und vereisten Wegen rechnen, der höchste Punkt des Westwegs liegt am Feldberg auf 1.487 m. Auf den Tourenseiten von Schwarzwald Tourismus ist als empfohlene Jahreszeit für die Westvariante März bis Oktober markiert, für die Ostvariante April bis Oktober.

Vor dem Start lohnt ein Blick in die Rubrik Aktuell auf westweg.de: Dort meldet der Schwarzwaldverein zum Beispiel Sperrungen wegen Waldarbeiten samt Umleitung.

Übernachten

Der Schwarzwaldverein rät, die Übernachtungsorte sorgfältig zu wählen: Der Weg verläuft überwiegend abseits von Ortschaften, und die Auswahl an Wanderheimen und Hotels direkt am Weg ist überschaubar. Diese offiziellen Verzeichnisse helfen bei der Suche nach Unterkünften je Etappe:

  • Etappenplaner „Westweg Etappen & Unterkünfte“ (PDF): Unterkünfte nach Etappen von Nord nach Süd, jeweils mit Entfernung zum Weg und dem Hinweis, ob Gepäcktransport möglich ist. Gastgeber, die mehr als 2 km vom Westweg entfernt liegen, holen dich laut Etappenplaner nach Absprache kostenlos am Weg ab und bringen dich am nächsten Morgen zurück. Da die Ausgabe von 2022 stammt, frag das beim Buchen nach.
  • Schwarzwald Tourismus listet auf den Seiten zur Westvariante und zur Ostvariante Westweg-Gastgeber, sortiert nach Etappen.
  • Die Seite Unter freiem Himmel zeigt Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Trekking-Camps nahe am Westweg auf einer Karte, dazu einen Vorschlag für 5 Tage von Trekkingcamp zu Trekkingcamp.
  • Der Schwarzwaldverein betreibt eigene Wanderheime, einige davon stehen auch im Etappenplaner.

Für den Nationalpark Schwarzwald, den die Etappen 3 und 4 durchqueren, bittet der Etappenplaner ausdrücklich darum, dort nicht zu übernachten. Frag beim Buchen außerdem nach der KONUS-Gästekarte, dazu mehr unter Anreise.

Wo du unterwegs zelten darfst und wo nicht, erklären die Ratgeber Trekkingplätze in Deutschland und Wildcampen in Deutschland.

Wandern ohne Gepäck

Schwarzwald Tourismus stellt auf seiner Westweg-Seite Pauschalangebote mit Gepäcktransfer, Übernachtung und Frühstück vor: die komplette Tour über 15 Tage sowie kürzere Reisen wie Westweg Nord, Westweg Süd und eine Kurzreise auf der Ostvariante. Als Partner für Etappenwanderungen ohne Gepäck nennt Schwarzwald Tourismus den Anbieter Original Landreisen.

Wenn du selbst buchst, steht im Etappenplaner bei jedem Gastgeber, ob Gepäcktransport angeboten wird, bei vielen Betrieben auf Anfrage. Eine Alternative sind die Westweg-Sterntouren: Du übernachtest mehrere Nächte in einem festen Basisquartier (vorgeschlagen sind Baiersbronn, Hausach und Hinterzarten) und fährst mit Bus und Bahn zu den Etappen. Die Planungshilfen für die Abschnitte Mitte und Süd sind laut Schwarzwald Tourismus noch in Bearbeitung.

Wie Gepäcktransport und Pauschalreisen grundsätzlich funktionieren und worauf du bei der Buchung achtest, steht im Ratgeber Wandern ohne Gepäck in Deutschland.

Anreise und Rückreise

  • Start: Mit dem Zug nach Pforzheim Hauptbahnhof. Der Westweg beginnt am Kupferhammer, wo Nagold und Würm zusammenfließen. Laut Etappenplaner gehst du vom Hauptbahnhof etwa 25 Minuten dorthin, ab dem Bahnhof ist der Weg mit der roten Raute ausgeschildert. Alternativ fährt ein Bus zum Kupferhammer.
  • Ziel: Beide Varianten enden am Badischen Bahnhof in Basel, den die Deutsche Bahn als „Basel Bad Bf“ führt. Ab der Grenze folgst du der Schweizer Wanderwegmarkierung, die rote Raute endet dort. Für die Rückfahrt nach Pforzheim gibt es laut Etappenplaner zahlreiche Verbindungen mit Bus und Bahn.
  • Unterwegs: Die meisten Etappenorte sind laut Schwarzwaldverein gut an Bus und Bahn angebunden. Der Etappenplaner nennt für jede Etappe die wichtigsten Verbindungen zum Start und vom Ziel.

KONUS-Gästekarte: In rund 150 Ferienorten im Schwarzwald bekommst du sie bei der Anmeldung beim Gastgeber. Sie gilt laut Schwarzwald Tourismus als Freifahrtschein für Busse und Bahnen im Nahverkehr von Pforzheim bis Basel in der 2. Klasse, nicht aber für ICE, IC, EC, ECE und Bergbahnen. Gültig ist sie ab Ankunft beim Gastgeber bis zum Abreisetag, für die Anreise also nicht. Manche Betriebe, etwa einige Jugendherbergen, stellen sie nicht aus; Schwarzwald Tourismus rät deshalb, vor der Buchung nachzufragen.

Karte und GPX

  • Tourenportal des Schwarzwaldvereins: Gesamtstrecke der Westvariante und der Ostvariante mit Karte, Höhenprofil und Download als GPX, KML oder FIT.
  • Etappenseiten von Schwarzwald Tourismus: Jede Etappe hat eine eigene Tourenseite mit Karte und GPX-Download. Die Links findest du auf den Seiten zur Westvariante und zur Ostvariante.
  • PDF: Der Schwarzwaldverein bietet eine Übersichtskarte als PDF an, der Etappenplaner enthält eine Karte und ein Höhenprofil zu jeder Etappe.
  • Gedruckte Karten: Schwarzwald Tourismus verkauft eine Westweg-Wanderkarte. Der Schwarzwaldverein empfiehlt für die Suche nach Unterkünften abseits des Weges seine Wanderkarten im Maßstab 1:25.000.

Häufige Fragen

Wie lang ist der Westweg?

Rund 285 Kilometer, so geben es der Schwarzwaldverein auf westweg.de und Schwarzwald Tourismus an. Nach den Angaben von Schwarzwald Tourismus ist die Westvariante 291 km lang, die Ostvariante 288 km.

Wie viele Etappen hat der Westweg?

Im Etappenplaner und bei Schwarzwald Tourismus sind es 12 Etappen auf der Westvariante und 13 auf der Ostvariante. Der Schwarzwaldverein spricht je nach Ambition und Kondition von 11 bis 14 Tagesetappen.

Wo ist der Start des Westwegs?

Am Kupferhammer in Pforzheim. Dort beginnen neben dem Westweg auch Mittelweg und Ostweg des Schwarzwaldvereins. Vom Hauptbahnhof sind es laut Etappenplaner etwa 25 Minuten zu Fuß.

Gibt es am Westweg Hütten zum Übernachten?

Teilweise. Der Schwarzwaldverein betreibt Wanderheime, einige davon führt der Etappenplaner als Unterkunft am Westweg. Daneben gibt es Trekking-Camps und Zeltplätze nahe am Weg, die Schwarzwald Tourismus auf einer Karte zeigt. Im Nationalpark sollst du laut Etappenplaner nicht übernachten.

Gibt es den Westweg bei Komoot?

Ja, Schwarzwald Tourismus hat auf seinem Komoot-Profil die Tour „The Westweg“ veröffentlicht. GPX-Dateien bekommst du auch direkt im Tourenportal des Schwarzwaldvereins und auf den Etappenseiten von Schwarzwald Tourismus.

Gibt es eine Westweg-Karte als PDF?

Ja. Der Schwarzwaldverein stellt eine Übersichtskarte als PDF bereit, und der Etappenplaner (PDF) enthält Karten zu allen Etappen. Beide findest du oben unter Karte und GPX.

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Quellen

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